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"McKinsey bei den Berliner Philharmonikern"
Der Verfasser des folgenden Artikel ist uns leider nicht bekannt, aber wir hoffen, daß er nichts gegen die Verbreitung seines Werkes einzuwenden hat.


Die amerikanische Unternehmensberatungsfirma McKinsey ist für die Arbeitnehmer vieler Betrieb der Bundesrepublik zu einem gefürchteten Begriff geworden. Wo sie tätig wird, durchkämmen ihre Rationalisierungsexperten Abteilung für Abteilung mit dem Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze einzusparen. Wie die McKinsey-Leute vorgehen, verdeutlicht der folgende (zwar frei erfundene, aber dennoch sehr nachdenklich stimmende) Bericht über eine Untersuchung der Berliner Philharmoniker durch McKinsey:

Die vier Oboisten haben sehr lange nichts zu tun. Die Nummer sollte gekürzt und die Arbeit gleichmäßiger auf das ganze Orchester verteilt werden, damit Arbeitsspitzen vermieden werden.

Die zwölf Geigen spielen alle dasselbe. Das ist unnötige Doppelarbeit. Diese Gruppe sollte drastisch verkleinert werden. Falls eine größere Lautstärke erwünscht ist, läßt sich das durch eine elektronische Anlage erreichen. Das Spielen von Zweiunddreißigstelnoten erfordert einen zu großen Arbeitsaufwand. Es wird empfohlen, diese Noten sämtlich in den nächstliegenden Sechzehntelnoten zusammenzufassen. Man könnte dann auch Musikschüler und weniger qualifizierte Kräfte beschäftigen.

In einigen Partien wird zuviel wiederholt. Die Partituren sollen daraufhin gründlich durchgearbeitet werden. Es dient keinem sinnvollen Zweck, wenn das Horn eine Passage wiederholt, mit der sich bereits die Geigen beschäftigt haben. Werden alle überflüssigen Passagen eliminiert, dann dauert das Konzert, das jetzt zwei Stunden in Anspruch nimmt, nur noch schätzungsweise zwanzig Minuten, so daß die Pause wegfallen kann. Der Dirigent streitet die Berechtigung dieser Empfehlung nicht ab, fürchtet jedoch, die Einnahmen könnten zurückgehen. In diesem unwahrscheinlichen Fall sollte es möglich sein, Teile des Konzertsaals völlig zu schließen, wodurch sich die Kosten für Licht, Personal und so weiter einsparen ließen. Schlimmstenfalls könnte man ihn ganz schließen und die Leute in das Konzertkaffeehaus schicken...  
 

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